Geräte richtig pflegen: Kochfelder
Je direkter, umso besser gelingt es!
Pflege moderner Glaskeramik-Technologien
Übergekochte oder verschüttete Speisen sollten zeitnah abgewischt werden, um ein Einbrennen zu verhindern. Für die Reinigung herkömmlicher Glaskeramikflächen eignen sich weiche Tücher sowie handelsübliche Fettreiniger oder Spülmittel. Eingebrannte Reste lassen sich mit einem speziellen Ceranfeldschaber materialschonend entfernen. Nach dem Abwischen mit klarem Wasser kann die Fläche mit einem trockenen Tuch nachpoliert werden. Wichtiger Sicherheitshinweis: Weist eine Glaskeramikfläche einen Riss oder Sprung auf, darf das Kochfeld nicht weiterbetrieben werden; in diesem Fall ist umgehend der Kundendienst zu kontaktieren.
Zur Erleichterung der Pflege bieten Hersteller modifizierte Oberflächenstrukturen an, die auf Spezialgläsern des Herstellers SCHOTT basieren:
- Glänzende Schutzbeschichtungen: Technologien wie diamondProtect (Siemens) oder Miradur nutzen eine härtere Oberflächenbeschichtung, die das Risiko von mechanischen Gebrauchsspuren und Kratzern im Alltag deutlich senkt.
- Matte Glaskeramik-Strukturen: Die von AEG als SaphirMatt eingeführte und mittlerweile auch von Marken wie Bosch, Siemens oder Neff genutzte matte Oberflächentechnologie (matte line) besitzt eine feine Textur. Diese verringert die Sichtbarkeit von Fingerabdrücken sowie Flecken und bietet im Vergleich zu Standard-Glaskeramik einen deutlich höheren Schutz gegen Kratzer, die beispielsweise durch das Verschieben von Kochgeschirr oder Gewürzkörner entstehen.
Für diese spezialisierten Oberflächen reichen zur Reinigung in der Regel Wasser und ein weicher Lappen aus.
Besonderheiten bei Induktion, Gas und Masseplatten
Die Reinigung von Induktionskochfeldern ist generell komfortabler, da sich die Oberfläche außerhalb der Kochzone kaum erwärmt und Speisen dadurch seltener einbrennen. Zum Schutz vor Fettspritzern beim scharfen Anbraten eignen sich spezielle, dauerhitzebeständige Textilschutzmatten (beispielsweise aus Aramidfaser-Gewebe), wie sie im Zubehörhandel angeboten werden. Um die Schutzschicht nicht zu beschädigen, sollte auch hier stets auf kratzende Putzutensilien verzichtet und Kochgeschirr mit glattem Unterboden verwendet werden.
Gusseiserne Kochplatten (Masseplatten) erfordern einen höheren Pflegeaufwand. Verschmutzungen im Zwischenraum müssen vollständig entfernt werden; die Platten selbst können bei starker Verkrustung mechanisch gereinigt werden. Nach dem feuchten Nachwischen ist ein kurzes Erwärmen ratsam, damit die Restfeuchte verdampft und die Platten vor Korrosion geschützt werden. Eine anschließende Pflege mit speziellen Herdplattenreinigern erhält die Materialbeschaffenheit.
Den intensivsten Reinigungsaufwand verursachen Gaskochfelder, da Fettspritzer und Übergegangenes an Kochmulden, Topfträgern, Brennerdeckeln und Drehknöpfen haften bleiben. Eine zeitnahe Reinigung nach dem Abkühlen der Bauteile vereinfacht den Vorgang erheblich.
Allgemeiner Anwendungshinweis: Reinigungsmittel dürfen niemals auf heißen Oberflächen aufgetragen werden, da chemische Dämpfe entstehen können, die die Atemwege belasten.