Neues aus der Gerätewelt: Geschirrspüler
Mehr Flexibilität und mehr Sonderfunktionen
Auch bei Geschirrspülern hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Manche Neuerungen finden sich nur in ausgewählten Premium-Geräten, andere sind inzwischen in vielen Modellen der Mittel- und Oberklasse angekommen. Der Überblick zeigt, welche Funktionen heute verbreitet sind und welche Extras moderne Geräte besonders komfortabel machen.
Bessere Trocknung: weniger Restfeuchte auf Kunststoff
Brotzeitboxen, Trinkflaschen oder Vorratsdosen gehören zu den typischen Schwachstellen älterer Geschirrspüler. Weil Kunststoff Wärme schlechter speichert als Porzellan oder Glas, bleibt nach dem Spülgang oft Feuchtigkeit zurück.
Moderne Geräte setzen deshalb auf verbesserte Trocknungssysteme. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Zeolith-Trocknung, die Bosch, Siemens und Neff in bestimmten Modellen einsetzen. Das natürliche Mineral nimmt Feuchtigkeit auf und gibt dabei Wärme ab. Vor allem Kunststoffgeschirr trocknet dadurch oft besser als in herkömmlichen Geräten. Ergänzend bieten viele Spülmaschinen Zusatzfunktionen wie „Extra Trocknen“, bei denen Trocknungsphase und Temperatur angepasst werden.
Ebenfalls weit verbreitet ist die automatische Türöffnung am Programmende. Dabei öffnet sich die Tür einen Spalt, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Das verbessert die Trocknung und reduziert Restfeuchte im Innenraum.
Schonende Programme für empfindliche Gläser
Empfindliche Gläser profitieren von speziellen Glasprogrammen, die mit niedrigeren Temperaturen und schonenderen Spülbedingungen arbeiten. So lässt sich das Risiko von Glaskorrosion verringern, also jener milchigen Trübung, die Gläser mit der Zeit stumpf erscheinen lässt.
Zusätzlich setzen viele Hersteller auf Glasschutzsysteme, bei denen Wasserhärte, Temperatur und Programmdauer gezielt aufeinander abgestimmt werden. Spezielle Glashalter oder Stielglasaufnahmen sorgen außerdem dafür, dass Wein- und Sektgläser sicher stehen und beim Spülen weniger gegeneinanderschlagen. In einzelnen Premium-Modellen kommen zusätzliche Spülzonen für Gläser hinzu.
Flexible Korbsysteme erleichtern das Beladen
Auch im Innenraum sind Geschirrspüler deutlich variabler geworden. Umklappbare Stachelreihen, verstellbare Körbe und Besteckschubladen gehören heute bei vielen Geräten zum Ausstattungsumfang. Das erleichtert das Einräumen großer Töpfe, hoher Gläser oder sperriger Schüsseln.
Praktisch ist vor allem die Höhenverstellung des Oberkorbs, die bei vielen Modellen auch im beladenen Zustand möglich ist. Ein besonderes Komfortmerkmal bietet AEG mit ComfortLift: Bei diesen Geräten lässt sich der Unterkorb nach oben ziehen, sodass das Ein- und Ausräumen rückenschonender gelingt.
Leiser Betrieb für offene Wohnküchen
Weil Küche und Wohnbereich in vielen Haushalten ineinander übergehen, spielt auch die Lautstärke eine immer größere Rolle. Hochwertige Geschirrspüler arbeiten heute teils mit nur 39 bis 41 dB und sind damit im Alltag sehr leise.
Zusätzliche Leise- oder Silence-Programme senken das Betriebsgeräusch weiter, etwa durch angepassten Wasserdruck oder einen ruhigeren Programmablauf. Dazu kommen moderne Motoren, eine bessere Dämmung und optimierte Gehäusekonstruktionen.
Komfortfunktionen wie Innenbeleuchtung und Hygieneprogramme
In höherwertigen Modellreihen finden sich inzwischen auch Komfortdetails wie eine LED-Innenbeleuchtung, die das Ein- und Ausräumen erleichtert. Solche Funktionen sind für die Reinigungsleistung zwar nicht entscheidend, erhöhen aber den Bedienkomfort.
Wichtiger im Alltag können Hygieneprogramme sein. Einige Geschirrspüler bieten Programme oder Zusatzoptionen mit höheren Temperaturen, die sich besonders für stark beanspruchtes Geschirr, Einmachgläser oder Haushalte mit kleinen Kindern eignen. Welche Hygienefunktionen ein Gerät im Detail bietet, unterscheidet sich allerdings je nach Hersteller und Modell.
Verbesserte Sprühtechnik gegen hartnäckige Verschmutzungen
Auch bei der Wasserverteilung haben viele Hersteller nachgelegt. Moderne Sprüharme und Intensivzonen sollen dafür sorgen, dass selbst stark verschmutzte Töpfe, Auflaufformen oder dicht gestellte Geschirrteile gründlich gereinigt werden.
AEG setzt in einigen Modellen beispielsweise auf SatelliteClean. Das System verteilt das Wasser anders als klassische Sprüharme und soll dadurch eine bessere Abdeckung im Innenraum erreichen. Davon profitieren vor allem große Teile im Unterkorb oder dicht beladene Bereiche.
Sensoren, Automatikprogramme und automatische Dosierung
Ein großer Teil moderner Spültechnik steckt heute in der Elektronik. Sensoren erfassen unter anderem den Verschmutzungsgrad des Wassers und passen Wasserverbrauch, Temperatur und Programmdauer automatisch an. Das spart Energie und Wasser und sorgt dafür, dass der Nutzer seltener selbst nachregeln muss.
Hinzu kommen Automatik-Dosiersysteme wie Miele AutoDos, bei denen das Gerät das Spülmittel selbstständig dosiert. Per App lassen sich bei vielen aktuellen Geschirrspülern außerdem Programme starten, Zusatzoptionen auswählen oder Statusmeldungen abrufen.